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Regionalliga Nord der Herren 2016/2017: Vorschau 10. Spieltag

Was passiert jetzt?

(Foto: hansepixx.de)

Es ist die Runde nach der ersten Niederlage des Spitzenreiters. Am 10. Spieltag der Regionalliga Nord wird sich zeigen, ob das 1:2 des SV Meppen beim VfL Wolfsburg II Konsequenzen hat. Wie also schlägt sich der Tabellenführer nun in Havelse? Was machen die Verfolger und zu welcher Leistung ist der VfL II beim Tabellenzweiten in Lüneburg fähig?

Hannover 96 II – VfV Hildesheim (Sa., 13 Uhr).

Die 1:1-Unentschieden gegen Weiche Flensburg und beim BSV Rehden waren keine schlechten Ergebnisse für 96 II. Doch so richtig zufrieden war Mike Barten mit der letzten Punkteteilung nicht. „Das Remis geht in Ordnung, weil der Gegner einfach mehr investiert hat", meinte der Trainer nach den ersten Punktverlusten auf fremden Platz. Sein Team muss sich also steigern im Derby. Es geht schließlich um drei Punkte und die Sicherung des vierten Tabellenplatzes. Der Gegner ist ebenfalls seit zwei Partien sieglos: Dem 1:3 beim HSV II folgte auf eigenem Platz zuletzt ein enttäuschendes 0:0 gegen den SV Eichede.

Hamburger SV II – St. Pauli II (Sa., 13 Uhr).

Das Hamburger Derby. Dabei will der Gastgeber etwas gutmachen. Denn irgendwie war die 2:3-Niederlage bei Germania Egestorf/Langreder schon unglücklich angesichts des späten Gegentreffers. Aber sie war auch leistungsgerecht. „Ich bin sehr enttäuscht. Wir waren zu oft unkonzentriert und im Abschluss nicht konsequent genug, sodass die Niederlage nicht unverdient ist", meinte HSV-Trainer Dirk Kunert, dessen Team zuvor zwei Mal in Folge siegreich gewesen war. Beim Gegner sieht es etwas anders aus. St. Pauli hatte sechs Spiele lang nicht gewonnen (0-2-4), ehe beim 2:1 gegen den VfB Oldenburg zuletzt wieder ein Sieg gelang. Pauli-Coach Joachim Philipkowski: „Endlich. In der Defensive haben wir wenig zugelassen und uns nach vorne gute Möglichkeiten erspielt. Ich freue mich für die Jungs - da kann ich mich nur wiederholen -, die Woche für Woche guten Fußball spielen.“

Lüneburger SK – VfL Wolfsburg II (Sa., 13.30 Uhr).

Ein verdorbenes Nudelgericht, das acht Spieler zu einem kurzen Krankenhausaufenthalt gezwungen hatte, stellte das Auswärtsspiel des LSK bei der SpVgg Drochtersen/Assel (0:2) zuletzt in den Schatten. Nun geht der Tabellenzweite wieder gestärkt in das Heimspiel gegen den VfL II – und möchte nach drei Niederlagen in Folge mal wieder Punkte holen. Der Gast aus Wolfsburg allerdings auch. Er meldete sich mit einem 2:1-Heimerfolg über den Spitzenreiter SV Meppen zuletzt eindrucksvoll zurück. Nun darf er sich eigentlich keine Ausrutscher mehr erlauben, liegt der amtierende Meister doch immer noch 14 Punkte hinter dem Tabellenführer zurück.

Eintracht Braunschweig – Weiche Flensburg (Sa., 14 Uhr).

Der Gastgeber scheint auf einem guten Weg zu sein, gewann er seine sieben Punkte doch in den vergangenen vier Partien (2-1-1), nachdem er zum Saisonstart fünf Mal in Folge ohne Zähler geblieben war. Auch Weiche Flensburg hatte keinen wirklich guten Auftakt erwischt, fand allerdings längst in die Spur. Der nun seit fünf Partien unbesiegte Gast (2-3-0) reist deshalb als Tabellenfünfter nach Braunschweig. Welche Tendenz sich nun wohl bestätigt?

U.L.M. Wolfsburg – BSV Rehden (Sa., 15 Uhr).

Der Gast sammelte acht Punkte aus den vergangenen fünf Partien und verzeichnete damit einen ähnlichen Aufschwung wie sein Gegner. Nachdem U.L.M Wolfsburg mit drei Siegen in Folge überrascht hatte, war das Spiel gegen Braunschweig II zwar verloren gegangen (0:2). Doch beim 1:1 in Flensburg zeigte sich der Aufsteiger wieder in guter Form. Nun geht es für beide Teams darum, einen weiteren Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen.

TSV Havelse – SV Meppen (So., 14 Uhr).

Das wird spannend. Neun Partien hatte der SV Meppen gewonnen, bevor er zuletzt eine 1:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg II kassierte. Wie geht der Spitzenreiter nun um mit dem Ende der Rekordserie? Die Leistung beim amtierenden Meister war trotz der Punktverluste ordentlich - vermutlich muss sich der TSV Havelse also auf einen weiterhin ziemlich starken Gegner einstellen. Der Gastgeber, derzeit Tabellensechster, befindet sich allerdings auch in recht guter Verfassung. Und er möchte die verlorenen Punkte vom späten 1:1 bei Eintracht Braunschweig II wiederhaben – auch wenn es gegen den Spitzenreiter geht.

Eintracht Norderstedt – SpVgg Drochtersen/Assel (So., 14 Uhr).

Der Zehnte empfängt den 13. - beide Teams befinden sich noch nicht in der Tabellenregion, die ihnen eigentlich zugetraut worden war. Während der Gast zuletzt zu einem 2:0-Heimerfolg gegen einen allerdings dezimierten Lüneburger SK kam, verlor die Eintracht das Derby in Lübeck mit 1:3 und kassierte die erste Niederlage nach zuvor drei ungeschlagenen Spielen. Nun will Norderstedt natürlich in die Erfolgsspur zurück, und die Spielvereinigung aus Drochtersen/Assel möchte in der Erfolgsspur bleiben. Das spricht für ein enges, spannendes Spiel.

SV Eichede – 1. FC Germania Egestorf Langreder (So., 14 Uhr).

Das Duell der Aufsteiger. Sie sollten rund zwei Monate nach Saisonbeginn zeigen, wie sehr sie sich bereits der neuen Spielklasse angepasst haben. Aber das Duell dient nicht nur der Lernkontrolle. Es geht auch um wichtige Punkte. Mit einem Sieg könnte der SV Eichede (18., 5 Punkte) oder der 1. FC Germania (16., 7 Punkte) einen Sprung in Richtung Mittelfeld unternehmen. Die perfekte Reifeprüfung also.

VfB Oldenburg – VfB Lübeck (So., 15 Uhr).

Die für Dietmar Hirsch „unnötige Niederlage“ bei St. Pauli (1:2) deutete es trotz eines umstrittenen Foulelfmeters gegen den VfB an: Der Vizemeister des Vorjahres ist noch ein Stück von der Form des Vorjahres entfernt. Nun wartet auch noch der formstarke VfB Lübeck auf den Tabellenneunten. Aber mit dem Duell gegen den Dritten aus Schleswig-Holstein ist natürlich mehr verbunden als ein Härtetest: Der VfB hat abermals die Chance, sich mit einer starken Leistung zurück zu melden.

 

(Text: Stefan Freye)

 

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