Mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden beim TSV Havelse hat sich der SC Weiche Flensburg den Titel in der Regionalliga Nord gesichert. Das Remis war eines von insgesamt sechs Nachholspielen in einer abschließenden Runde am Mittwoch.
TSV Havelse – SC Weiche Flensburg 1:1 (0:1)
Am Ende wurde es dann doch noch einmal spannend: Nachdem Rene Guder den Gast in Führung geschossen hatte (31.), steuerte Weiche sicher in Richtung Titelgewinn. Der späte Ausgleich durch Tobias Fölster (87.) veränderte die Situation zwar nicht, denn auch ein Unentschieden sollte ja reichen. Aber der Havelser Treffer erhöhte natürlich die Wahrscheinlichkeit eines Heimsiegs – und der hätte den HSV II zum Meister gemacht. Am Ende brachten die Flensburger das Spiel aber nach Hause, und so konnte der Jubel beginnen. „Die Tabelle lügt nicht: Wer oben steht, hat es verdient und ist ein würdiger Meister“, meinte Eugen Gehlenborg bei der anschließenden Ehrung, die er gemeinsam vornahm mit Hans-Ludwig Meyer (NFV-Vize und Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes). Der NFV-Präsident erinnerte zudem an das planvolle Vorgehen des neuen Meister. Schließlich hatten die Verantwortlichen bereits vor zwei Jahren angekündigt, schon bald am Titelrennen teilnehmen zu wollen. „Das ist also kein zufälliger Erfolg“, so Eugen Gehlenborg. Er dachte nach dem spannenden Finale aber auch an den Gastgeber: „Ein Riesenkompliment an den TSV Havelse, er hat heute keine Geschenke verteilt.“
Dank des Titelgewinns im Norden ist nun auch das Teilnehmerfeld der Aufstiegsrelegation in die 3. Liga komplett. Der SC Weiche Flensburg trifft am Donnerstag, 24. Mai, (19 Uhr, im Livestream bei rbb.de) im Kieler Holstein-Stadion auf den FC Energie Cottbus. Das Rückspiel findet statt am Sonntag, 27. Mai, (14 Uhr, live im TV bei RBB) im Cottbuser Stadion der Freundschaft. In den beiden anderen Relegationsspielen stehen sich 1. FC Saarbrücken und der TSV 1860 München sowie der SV Waldhof Mannheim und der KFC Uerdingen 05 gegenüber.
Altona 93 – Eutin 08 4:3 (1:3)
Ein Schützenfest zum Abschluss. Während Sönke Meyer (6., Handelfmeter), Florian Ziehmer (25.) und Kevin Wölk (37.) für den 17. aus Eutin trafen, sicherten die Treffer von Marco Schultz (23./57./65.) und William Wachowski (70.) dem Schlusslicht einen dreifachen Punktgewinn im letzten Saisonspiel. Dem Gast reichte eine 3:1-Führung also nicht.
Lüneburger SK Hansa – VfV Borussia 06 Hildesheim 3:0 (3:0)
Der LSK geht mit einer Serie von zwölf ungeschlagenen Spielen in die Sommerpause. Die Treffer von Michael Kobert (3.), Felix Vobejda (9.) und Marian Kunze (14.) sicherten dem Gastgeber zudem den Sprung auf Rang zehn. Der 16. aus Hildesheim muss dagegen abwarten: Sollte Weiche Flensburg der Sprung in die 3. Liga gelingen, bleibt der VfV06 ein Regionalligist.
BSV Rehden – Eintracht Norderstedt 2:2 (1:0)
Ein Remis zum Abschied. Zwar brachten Addy-Waku Menga (34.) und Francky Sembolo (76.) den Gastgeber zwei Mal in Führung. Doch Felix Drinkuth (69./84.) gleich jeweils zum Unentschieden aus. Während der BSV die Saison nun mit Rang 15 beendet, geht die Eintracht als Neunter in die Pause.
FC St. Pauli II– SSV Jeddeloh 3:2 (0:2)
Der Gastgeber drehte beim abschließenden Heimsieg einen 0:2-Rückstand. Nachdem Shaun Minns (34.) und Nils Laabs (42., FE) getroffen hatten, sorgten Christian Viet (50.), Rudolf González Vass (76.) und Sirlord Conteh (79.) für den vierten Sieg in Folge – und einen Tausch der Plätze. Die Hamburger kletterten nämlich am SSV (7.) vorbei auf Rang sechs.
VfB Lübeck – VfL Wolfsburg II 3:2 (2:1)
Der Wolfsburger Blaz Kramer (27.) hatte den Gast zwar in Führung gebracht. Aber dann kam der VfB und sicherte sich durch Gary Noel (31.), Gökay Isitan (37.) und Tim Weißmann (84.) einen Heimsieg – den auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Kramer (58., FE) nicht zu verhindern vermochte. Der Wolfsburger Stürmer erzielte damit aber seine Saisontreffern 18 und 19, was ihm den zweiten Rang in der Torschützenliste hinter Törles Knöll (21) vom Hamburger SV II einbrachte. An der Platzierung der Teams veränderte dieses Spiel dagegen nichts: Der VfB belegt Rang vier, direkt hinter dem Dritten VfL Wolfsburg. Keine Frage: Beide Mannschaften blicken auf eine starke Saison zurück.
(Text: Stefan Freye)