Nach sechs Spieltagen werden der Spitzenreiter VfL Wolfsburg (11) und das Schlusslicht BSV Rehden (4) lediglich durch sieben Zähler getrennt. Es sieht also ganz so aus, als ob es diesmal wirklich stimmt: In der Regionalliga Nord kann wirklich jeder jeden schlagen.
Hamburger SV II – VfL Wolfsburg II 0:4 (0:3)
Der VfL Wolfsburg II hat sich an die Spitze der Liga gesetzt, und zwar auf eindrucksvolle Weise. Die Treffer von Richmond Tachie (6.), Daniel Hanslik (15.), Iba May (28.) und Marcel Stutter (75.) ließen dem Gastgeber beim 4:0-Auswärtserfolg keine Chance. Der HSV II wird sich dagegen langsam fragen, was wohl los ist, wenn es gegen ein anderes Nachwuchsteam geht: Bereits gegen Werder II hatten die Hamburger mit 0:4 verloren.
SC Weiche Flensburg – BSV Rehden 2:1 (1:0)
Acht Punkte aus sechs Spielen (2-2-2) unterstreichen die ausgeglichene Bilanz. Sie entsprechen vielleicht nicht unbedingt den Erwartungen an einen amtierenden Meister, lassen dem SC Weiche aber alle Möglichkeiten. Schließlich wird der Gastgeber nach dem 2:1 über den BSV Rehden lediglich durch drei Punkte von der Tabellenspitze getrennt. Die Treffer zum wichtigen Heimerfolg erzielten Nico Empen (45.) und Florian Meyer (72.); Shinji Yamada (51.) gelang lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich. Weshalb der BSV mit vier Zählern auf den letzten Tabellenplatz abrutschte.
SSV Jeddeloh – Hannover 96 II 2:7 (0:4)
Der Gastgeber wurde schlicht überrollt in dieser Partie. Bis zur Pause hatten die Treffer von Tim Dierßen (18.), Nikita Marusenko (27.), Uffe Bech (31.) und Babacar Gueye (34.) für eine 4:0-Führung gesorgt. Nach dem Wechsel vermochte Björn Lindemann (60., FE) zwar auf 1:4 zu verkürzen. Doch während der Gast durch Gueye (64.) sowie Benjamin Hadzic (82./86.) drei weitere Treffer nachlegte, gelang dem SSV lediglich noch das Tor von Conor Gnerlich (80.). Die Platzherren warten nun bereits seit vier Partien auf einen dreifachen Punktgewinn. Ihr Gegner sammelte dagegen elf Zähler und liegt punktgleich mit dem Spitzenreiter VfL II auf dem zweiten Rang.
TSV Havelse – Holstein Kiel II 1:2 (0:1)
Der TSV Havelse war sicher ein überraschender Tabellenführer. Wie der Spitzenreiter entthront wurde, entsprach allerdings auch nicht den Erwartungen: Nach dem 0:1 beim Aufsteiger VfL Oldenburg kassierten die Niedersachsen nun eine 1:2-Pleite gegen den Neuling aus Kiel. Es lässt sich aber auch ganz anders formulieren: Das Team von Holstein II ist richtig gut in die neue Spielklasse gestartet. Die Treffer von Laurynas Kulikas (39.) und Philipp Sander (74.) sicherten den dritten Sieg im fünften Spiel. Der späte Anschluss durch Havelses Felix Krüger (84.) vermochte das nicht zu ändern.
Eintracht Norderstedt – VfB Lübeck 1:1 (1:0)
Der Gastgeber erwischte den VfB mit dem Führungstreffer durch Sinisa Veselinovic kalt (19.). Im Verlauf der Partie steigerte sich der Gast allerdings und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Allerdings: Trotz zahlreicher Chancen gelang den Lübeckern lediglich der Treffer durch Cemal Sezer (50.), und so musste sich der Gast mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Immerhin bleibt der VfB als einziges Team der Liga unbesiegt.
SpVgg Drochtersen/Assel – SV Werder Bremen II 0:2 (0:1)
In einer umkämpfen Partie setzte sich mit den Bremern die spielerisch stärkere Mannschaft durch. Unterm Strich hatte der Gast an der Elbe aber ein hartes Stück Arbeit zu absolvieren. Die Treffer von Joshua Sargent (38.) und Florian Dietz (90.+3) ließen das Konto von Werder II schließlich auf elf Zähler anwachsen – Rang drei, punktgleich mit der Spitze. Die Spielvereinigung bringt es nach wie vor auf zehn Punkte, wird mit dem Start also ebenfalls leben können.
U.L.M. Wolfsburg – FC St. Pauli II 0:1 (0:1)
Der Treffer von Jan-Marc Schneider (40.) machte es möglich: Mit dem FC St. Pauli gelang nun auch dem letzten Team ein dreifacher Punktgewinn. Während der Gastgeber deshalb seit drei Partien auf einen Sieg wartet und den 15. Rang belegt, kletterten die Hamburger auf den 14. Platz, punktgleich mit U.L.M.
Lüneburger SK Hansa – VfL Oldenburg 2:0 (0:0)
Ein Doppelschlag innerhalb von nur fünf Minuten machte den Heimsieg perfekt: Nachdem Felix Vobejda (60.) und Michael Kobert (64.) getroffen hatten, kam der Aufsteiger nicht mehr zurück. Die Lüneburger kletterten damit auf Rang neun, mit acht Punkten und einer ausgeglichenen Bilanz (2-2-2). Der VfL belegt dagegen nur den vorletzten Rang, und das hat einen einfachen Grund: In seinen drei Auswärtsspielen gelang dem Aufsteiger bislang nicht ein einziger Punktgewinn.
(Text: Stefan Freye)