Der KSV Holstein Kiel, Meister der Regionalliga Nord, hat sich im Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga eine gute Ausgangsposition verschafft. Im Heimspiel gegen Hessen Kassel (Meister der Regionalliga Südwest) setzten sich die „Störche“ vor 9382 Zuschauern 2:0 (1:0) durch.
Durch die Treffer von Fiete Sykora (30.) und Fabian Wetter (51.) haben die Kieler nun besten Chancen, im Rückspiel am Sonntag (ab 14 Uhr) im Auestadion in Kassel den Aufstieg perfekt zu machen und in die 3. Liga zurückzukehren.
Die Kieler legten los wie die Feuerwehr. Nach zwölf Minuten hatte Kiels bester Torjäger Marcel Schied (18 Saisontore) bereits drei große Möglichkeiten. Erst verzog er von der rechten Strafraumkante mit vollem Risiko (2.), nur wenige Augenblicke später wurde sein Drehschuss auf der Linie geklärt, und in der 12. Minute köpfte er eine Hereingabe von Tim Siedschlag über das Tor.
Andreas Mayer hatte die erste Möglichkeit für die Gäste. Seinen zentral geschossenen Freistoß aus 20 Metern konnte Kiels Torhüter Niklas Jakusch mit Mühe abwehren (23.). Als der Druck der Gastgeber gerade ein wenig nachgelassen hatte, sorgte Fiete Sykora mit einer sehenswerten Einzelleistung für die Führung der Hausherren. Nach einer Balleroberung im Mittelkreis ließ der 30-Jährige erst Kassels Verteidiger Matthias Rahn stehen und tunnelte zum Abschluss Torhüter Carsten Nulle. „Mein Treffer hat uns die nötige Lockerheit und Rückenwind gegeben. So stark habe ich uns lange nicht mehr erlebt“, meinte der Torschütze nach dem Spiel.
Tatsächlich blieb Kiel im weiteren Spielverlauf dominierend und kam zu guten Möglichkeiten. Nur sechs Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als der aufgerückte Verteidiger Fabian Wetter die Unruhe im Kasseler Strafraum nach einer Ecke nutzte und auf 2:0 erhöhte. Weiteren Kieler Großchancen von Rafael Kazior (67.) und dem eingewechselten Jaroslaw Lindner (79.) hatte Hessen Kassel nur eine weitere Freistoßchance durch Nico Hammann entgegenzusetzen (74.). Erst in der Schlussphase nahm Kassel das Zepter in die Hand, konnte aus einer zehnminütigen Überlegenheit aber keinen Profit schlagen.
Kiels Trainer Thorsten Gutzeit zeigte sich vom Auftritt seiner Mannschaft begeistert. „Es war ein hochverdienter Sieg. Wir waren drückend überlegen. Bei so vielen Chancen müssten wir uns eher vorwerfen, nicht noch höher gewonnen zu haben“, so der 47-Jährige. „Die Konterstärke der Hessen haben wir gut unterbunden. Nun haben wir eine gute Ausgangslage, mehr aber auch nicht.“
(Text: Stefan Freye (sfy))