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Staffeltag Regionalliga Nord der Herren: Die neue Saison wirft ihre Schatten

Ziemlich gute Zahlen

(Foto: Stefan Freye)

Natürlich beschäftigte sich der Staffeltag der Regionalliga Nord mit der kommenden Saison. Schließlich trafen sich der NFV und die Vertreter der teilnehmenden Vereine in Bremen, um die kommenden Monate zu planen. So wurde die eine oder andere organisatorische Änderung besprochen und die Terminierung der zahlreichen Partien verbindlich festgelegt.

Unter der Leitung von Jürgen Stebani – und erstmals mit Günter Distelrath, dem neuen NFV-Präsidenten - ging es aber auch um die vergangenen Monate. Dabei wollte der NFV-Spielausschussvorsitzende ein Thema lieber nur ganz kurz streifen: Die zahlreichen Ausfälle der letzten Spielzeit waren ein echtes Ärgernis. Umso erfreulicher allerdings, wie kooperativ und konstruktiv die Vereine und der Verband mit der unerfreulichen Situation von 90 Absagen fertig wurden. Und klar: Alle Beteiligten wünschen sich sehr, dass die Wetter-Bedingungen im kommenden Spieljahr zu deutlich weniger Absagen zwingen.

Eine Folge der vielen Ausfälle war gleichwohl auch der Statistik zu entnehmen. Zwar besuchten insgesamt rund 185.000 Zuschauer die 306 Spiele der Regionalliga Nord. Daraus ergab sich allerdings ein Schnitt von lediglich 606 – und das ist zwar kein Minusrekord, aber eine vergleichsweise niedrige Besucherzahl. „Die vielen Nachholspiele haben uns Zuschauer gekostet“, so Jürgen Stebani. Mit dem 2017 in die 3. Liga aufgestiegenen SV Meppen habe die Liga zudem einen Zuschauermagneten verloren.

Aber es gab auch sehr gute Zahlen, einmal mehr präsentiert von August-Wilhelm Winsmann. Der langjährige Vorsitzende der NFV-Sicherheitskommission und neue Vizepräsident wusste nämlich von ausgesprochen positiven Entwicklungen in den Stadien zu berichten. Dort war es zwar auch in den Vorjahren bereits relativ ruhig zugegangen. Nun blickten die Verantwortlichen aber auf die vergleichsweise friedlichste Saison der jüngeren Regionalliga-Geschichte zurück. So sanken die Straftaten (29), polizeiliche Maßnahmen (23) und der Einsatz von Pyrotechnik (10) auf ein sehr niedriges Niveau. „Ein deutlicher Rückgang“, meinte Winsmann zufrieden. Der Sicherheits-Experte vermeldete zudem, dass die eingesetzten Kräfte (Polizei und Ordner) einmal mehr reduziert werden konnten: Durchschnittlich wurde ein Regionalliga-Spiel zuletzt von acht Polizeibeamten und 21 Ordnern begleitet – und dabei entfiel ein Großteil dieses Aufkommens auf die insgesamt 21 Sicherheitsspiele.  

Vermutlich wird sich auch der auf dem Verbandstag im Juni eingeführte Regionalliga-Ausschuss mit den guten Zahlen beschäftigen. Zur Aufgabe des neuen Gremiums zählt aber vor allem die Koordinierung des wirtschaftlichen und strukturellen Betriebs der Regionalliga Nord. Der von Reenald Koch (Norderstedt) geleitete Ausschuss wird zudem das Präsidium des NFV beraten. „Damit werden wir der Bedeutung der Liga im norddeutschen Fußball gerecht“, so Jürgen Stebani.

 

(Text: Stefan Freye)

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