Es war der vorletzte Spieltag der Staffel Nord, und so waren gewiss alle Partien mit einer gewissen Bedeutung versehen. Ein Spiel ragte allerdings noch ein wenig heraus: Das Derby in Lübeck.
Phönix Lübeck – VfB Lübeck 1:4 (1:2)
Der Gast war eigentlich der Gastgeber, war dieses Duell doch ins Stadion an der Lohmühle, der Heimstätte des VfB verlegt worden. Zunächst trat Phönix allerdings tonangebend an, machte die Räume eng und unterband auf diese Weise das Kombinationsspiel des VfB. "Sie haben uns das Leben schwer gemacht", bekannte dessen Spielführer Tommy Grupe nach der Partie. Er hatte den "Gast" gleichwohl nach 25 Minuten im Anschluss an eine Ecke in Führung geschossen. Die Standards erwiesen sich also als geeignetes Mittel, den massiven Widerstand des Gegners zu brechen: Der VfB kam zu Chancen, als er seine Spielweise anpasste. "Wir haben uns auf das Spiel mit langen Bällen verlagert" beschrieb Mittelfeldspieler Mirko Boland den Taktikwechsel.
Nachdem Sebastian Pingel (37.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen hatte, legte Malek Fakhro (45.) noch vor der Pause zur 2:1-Führung nach. "Das hat uns super gut getan", so Boland. Zur Halbzeit mag die Führung angesichts der weitgehend ausgeglichenen Partie noch ein wenig glücklich gewesen sein. Im zweiten Durchgang verdiente sich der VfB die drei Punkte aber vollends. "Da haben wir wenig zugelassen", fasste Tommy Gruppe die gute Defensivleistung zusammen. Auf das Spiel nach vorn konnte sich sehen lassen: Nachdem Boland zum 3:1 erhöht hatte (81.), setzte der Kapitän mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt. "Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient", so Mirko Boland zum Sieg vor 2949 Zuschauern.
Der sechste Sieg in Folge ließ den VfB auf den vierten Rang klettern. Der Derbysieger besitzt nun gute Chancen auf den Einzug in die Meisterrunde, benötigt er im Spiel bei der SpVgg Drochtersen/Assel doch lediglich einen weiteren Punkt.
(Text: Stefan Freye)