Die Regionalliga Nord startet am Freitag mit der Partie des FC Oberneuland gegen den VfB Oldenburg in den 25. Spieltag, zudem wird das Duell des VfL Wolfsburg gegen den insolventen VfB Lübeck ohne Wertung ausgetragen. Mittlerweile ist allerdings längst die Phase angebrochen, in der die regulären Ansetzungen von Nachholspielen unter der Woche begleitet werden. Diesmal gab es ausnahmslos Sieger: Der SV Wilhelmhaven kam zu einem 2:1-Erfolg in Rehden (Tore: Benjamin Sturm, Christian Skoda - Francis Banecki), und Hannover 96 II landete einen 4:0-Heimerfolg gegen den Hamburger SV II (Tore: Willi Evseev (2.), Deniz Aycicek, Niko Gießelmann).
FC Oberneuland – VfB Oldenburg (Fr, 19 Uhr)
Die 1:5-Niederlage in Cloppenburg hat die Aufbruchstimmung in Oberneuland gedämpft. „Aber wir sollten uns auch nicht verrückt machen lassen“, sagt Kapitän Fabrizio Muzzicato, der aufgrund einer Gelbsperre ebenso fehlen wird wie Kevin Artmann (Rotsperre). Zwei, drei siegreiche Spiele in der Regionalliga würden seiner Mannschaft nämlich zu einem Sprung in der Tabelle verhelfen. Ein Erfolg gegen den VfB täte dem FCO also sicher gut. Der Gegner – zuletzt 1:1 gegen Meppen – muss auf seinen Torhüter René Melzer (Handbruch) verzichten.
Holstein Kiel – BSV Rehden (Sa., 14 Uhr)
Mittlerweile hat sich die Aufregung bei den Gästen wieder etwas gelegt. Die 1:2-Heimniederlage gegen den SV Wilhelmshaven am Dienstag war nämlich durch die schwere Verletzung von BSV-Kapitän Maarten Schops überschattet worden. Dessen leichte Gehirnerschütterung und die Schädelprellung zwingen nun zu einer mehrtägigen Pause – die schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich allerdings nicht. „Das Wichtigste ist, dass es ihm schon besser geht“, sagt BSV-Coach Predrag Uzelag. In Kiel muss er auf seinen Spielführer gleichwohl verzichten. Dort findet Rehden nach dem verpatzten Heimspiel nun eine beinahe ideale Ausgangssituation vor: Der Gast hat nichts zu verlieren, zumal die Störche nach dem torlosen Remis in Wilhelmshaven unbedingt drei Punkte benötigen. Das Hinspiel in Rehden endete mit einem 4:2-Erfolg der Kieler.
SC Victoria Hamburg – VfR Neumünster (Sa., 14 Uhr)
Im vergangenen Jahr hatte der Gastgeber sich mit zwei Heimsiegen in die Winterpause verabschiedet. Daran möchte die Victoria anknüpfen – zumal die beiden Auswärtsspiele in diesem Jahr wenig Anlass zur Hoffnung geben. Dem 0:5 bei Werder II folgte am vergangenen Spieltag nämlich eine 0:7-Klatsche in Havelse, von Oliver Sextro als „das mit Abstand schlechteste Saisonspiel“ bezeichnet. „Ein Grund mehr, auf eine Trotzreaktion zu hoffen“, so der Team-Manager. Er weist allerdings auch darauf hin, dass man sich von den 24 Punkten des Gegners aus Neumünster nicht blenden lassen dürfte. Der VfR wurde nämlich wie keine andere Mannschaft von der Insolvenz des VfB Lübeck betroffen, ihm gingen angesichts der zwei annullierten Siege sechs Punkte verloren. Ohne diesen Abzug hätte Neumünster 30 Zähler auf dem Konto – also in etwa so viele wie Werder II und Havelse…
ETSV Weiche Flensburg – TSV Havelse (Sa., 14 Uhr)
Beide Mannschaften dürften mit viel Selbstbewusstsein antreten: Der Gastgeber sicherte sich beim 2:2 im Auswärtsspiel gegen Hannover 96 II einen überraschenden Punkt, und der TSV Havelse feierte zuletzt einen glatten 7:0-Erfolg über Victoria Hamburg. Ohnehin steht am Samstag in Flensburg ein Duell zweier positiven Erscheinung an: Der ETSV belegt den siebten Tabellenplatz und rangiert als Aufsteiger deutlich besser als allgemein erwartet worden war; Havelse hat sich nach schwachem Start auf den vierten Platz hochgearbeitet – dank nur einer Niederlage in den vergangenen 14 Partien.
Hamburger SV II – BV Cloppenburg (Sa., 14 Uhr)
Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen kaum sein: Der Gastgeber verlor am Mittwoch bereits das neunte der vergangenen zehn Spiele, während sein Gegner am letzten Wochenende einen glatten 5:1-Erfolg über den FC Oberneuland feierte. Die Bilanz dieser beiden Mannschaften deutet dagegen auf eine ausgeglichene Partie hin (2-3-2), auch im Hinspiel endete das Duell mit einem 1:1-Remis.
Goslarer SC – FC St. Pauli II (Sa., 14 Uhr)
Drei Mal in Folge musste der GSC zuletzt auswärts antreten. Im letzten Heimspiel hatte er Victoria Hamburg im November 2012 mit 4:1 besiegt. Mit dem gleichen Ergebnis endete auch das Hinspiel bei St. Pauli. Der Gastgeber geht also als klarer Favorit in die Partie. Die Hamburger verrieten bei der knappen 1:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg allerdings eine aufsteigende Tendenz.
Werder Bremen II – Hannover 96 II (So., 14 Uhr)
Der Gastgeber war in diesem Jahr erst einmal, beim 5:0 über Victoria Hamburg, aktiv, während 96 II bereits vier Spiele absolvierte. Erst beim 4:0 gegen den Hamburger SV II am vergangenen Mittwoch gelang dem Team des Ex-Bremers Valerien Ismael dabei der erste Sieg des Jahres. Die Niedersachsen dürfen sich nun keine weiteren Punktverluste erlauben, wenn sie den Anschluss an Holstein Kiel nicht verlieren wollen. Mit Kevin Behrens und Yannik Löhden stehen zwei weitere ehemalige Werderaner in ihrem Kader. Bei den Kickern von Werder II wirkt dagegen noch die Hinspiel-Niederlage, denn sie verloren im vergangenen Herbst nur unglücklich mit 2:3 in Hannover. Der Gastgeber kann am Wochenende wieder auf den lange verletzten Max Wegner zurückgreifen.
SV Meppen – SV Wilhelmshaven (So., 15 Uhr)
Die beiden Teams gehen ungeschlagen ins Spiel: Meppen gewann vier Punkte aus seinen zwei Partien in diesem Jahr, und Wilhelmshaven sicherte sich in drei Spielen sogar sieben Punkte. Beide Mannschaft befinden sich indes noch nicht im gesicherten Mittelfeld: Wilhelmhaven (22 Punkte) und Meppen (21) trennen nur sieben bzw. sechs Zähler von der Abstiegszone. Ein besonders Spiel wird dieses Duell sicher für Meppens Sergej Schmik: Er verließ den SVW erst vor wenigen Wochen, um sich seinem neuen Verein anzuschließen.
Stefan Freye (sfy)