Die Hoffnung auf ein komplettes Programm ohne weitere Ausfälle erfüllte sich angesichts der Ausfalls in Goslar schon mal nicht. Auch der 28. Spieltag der Regionalliga leidet also unter dem langen Winter in Norddeutschland.
An der Weser konnte am Dienstag noch gespielt werden: In einem Nachholspiel standen sich Werder II und Hannover 96 II gegenüber. Beim 1:1 (0:1) hatte Lars Fuchs die frühe Führung besorgt (3.) und Max Wegner den späten Ausglich erzielt (79.).
FC St. Pauli – FC Oberneuland (Fr., 19 Uhr)
Nur auf den ersten Blick ist diese Paarung ein Kellerduell zwischen dem Tabellenelften und dem 15. der Regionalliga. Tatsächlich treffen in Hamburg zwei der stärkten Mannschaften der vergangenen Wochen aufeinander. Die Reserve des FC St. Pauli landete zuletzt nämlich zwei Siege. Auch dank der Hilfe aus der Profiabteilung gelangen Erfolge in Goslar (1:0) und Meppen (2:1). Die Bremer waren sogar drei Mal in Serie siegreich, gegen Oldenburg (2:1), Hannover 96 II (2:1) und Victoria Hamburg (2:0). Im Hinspiel hatte der FCO eine 0:4-Heimniederlage gegen die Hamburger kassiert.
BV Cloppenburg – Hannover 96 II (Fr., 19 Uhr)
Zwei Mal musste 96 zuletzt in Bremen antreten. Die 1:2-Niederlage beim FCO war eine Enttäuschung, beim 1:1 gegen Werder II zeigte sich das Team von Valerien Ismael dagegen erholt von den Misserfolgen der vergangenen Wochen. Beim BVC möchte der Tabellendritte nun endgültig in die Spur zurückkehren. Doch der Gastgeber wird etwas dagegen haben, und er verbuchte zuletzt ebenfalls ein respektables Ergebnis: Nur knapp mit 0:1 musste Cloppenburg sich am vergangenen Donnerstag Holstein Kiel geschlagen geben – es war die einzige Niederlage in den vergangenen vier Partien.
VfL Wolfsburg – Holstein Kiel (Sa., 14 Uhr)
Das Spitzenspiel des 28. Spieltags: Der Gast führt die Liga mit 52 Punkten an, die VfL-Reserve folgt mit 40 Punkten auf dem vierten Rang. „Kiel ist eine echte Spitzenmannschaft, und sie werden in dieser Saison wahrscheinlich das Meisterschaftsrennen für sich entscheiden. Für uns ist die Begegnung am Samstag ein echter Gradmesser“, sagt Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner. Im vergangenen Jahr hatte sein Team das Heimspiel gegen Holstein mit 4:1 gewonnen. Das Hinspiel in Kiel war dagegen mit 3:1 an die seit 16 Spielen ungeschlagenen Störche gegangen.
VfR Neumünster – TSV Havelse (So., 15 Uhr)
Der Gast aus Niedersachsen ist die „Mannschaft der Stunde“, denn das Team von TSV-Trainer André Breitenreiter hat sich dank einer Serie von sechs Siegen in der Spitzengruppe etabliert. Der Gastgeber möchte nach dem jüngsten 0:4 beim Spitzenreiter Holstein Kiel dagegen erst wieder in die Erfolgsspur zurück. Ein Heimspiel bietet sich an bei diesem Vorhaben: In den vergangenen drei Spielen auf eigenem Platz blieb der VfR ungeschlagen und holte sieben von neun möglichen Punkten.
BSV Schwarz-Weiß Rehden – Hamburger SV II (So., 15 Uhr)
Die vergangenen vier Partien des HSV fielen der Witterung zu Opfer, und das reichte natürlich, um die Abstiegsgefahr zu vergrößern: Mittlerweile belegt das Team von Rodolfo Cardoso den vorletzten Rang der Tabelle. Nur der insolvente VfB Lübeck mit null Punkten ist schlechter platziert. Der Trainer weiß also, was in Rehden zu tun ist: „Wir müssen gewinnen, egal wie.“ Cardosos Gegner wartet nun bereits seit vier Partien auf einen dreifachen Punktgewinn. Beim 2:2 gegen Werder Bremen II bewies der BSV am vergangenen Donnerstag allerdings, dass zumindest auf eigenem Platz mit ihm zu rechnen ist.
SV Wilhelmshaven – SC Victoria Hamburg (So., 15 Uhr)
Der Gastgeber ist ziemlich gut ins neue Jahr gestartet: Aus den ersten drei Begegnungen in 2013 holte die Mannschaft von SVW-Trainer Christian Neidhart sieben von neun möglichen Punkten. Zuletzt erreichte sie durch ein 3:0 bei Lupo Martini Wolfsburg zudem das Finale um den niedersächsischen Verbandspokal und damit zugleich die Qualifikation für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. Nun geht es gegen ein Team, das zuletzt nicht sonderlich erfolgreich war auf fremden Platz: Die Victoria verlor ihre vergangenen fünf Auswärtspartien mit einer Tordifferenz von 2:21.
VfB Oldenburg – ETSV Weiche Flensburg (So., 15 Uhr)
Seit fünf Spielen wartet der VfB nun auf einen Sieg. Aus dem gesicherten Mittelfeldplatz ist mittlerweile ein zwölfter Rang mit Tuchfühlung zur Abstiegszone geworden. Aber auch der ETSV Weiche, derzeit auf dem achten Platz, muss ein bisschen aufpassen. Seine Serie von vier sieglosen Spielen verhalf ihm nämlich auch noch nicht zu einem völlig sorgenfreien Regionalliga-Leben. Das Hinspiel in Flensburg war mit 3:0 an den ETSV gegangen.
(Text: Stefan Freye (sfy))