Wie erwartet: Der TSV Havelse gewann sein Nachholspiel in Goslar und ist nun bis auf drei Zähler dran an Spitzenreiter Holstein Kiel. Vor dem 31. Spieltag der Regionalliga Nord spricht also vieles für ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft. In der unteren Hälfte kennen sie das: Dort wechselten die Platzierungen zuletzt regelmäßig.
Holstein Kiel – FC Oberneuland (Fr. 19 Uhr)
Der Druck auf den Spitzenreiter wächst: Dank des 5:1-Erfolgs in Goslar ist der Verfolger TSV Havelse bis auf drei Zähler dran an den Störchen. Nun kommt mit dem FCO allerdings eine Mannschaft, die beim 3:0 in Flensburg zu überzeugen wusste. Wie alle kommenden Gegner kämpfen die Bremer zudem noch gegen den Abstieg, und das macht es für Kiels Trainer Thorsten Gutzeit nicht leichter: „Das werden harte Spiele, in die wir hoch konzentriert angehen müssen. Wir nehmen die Herausforderung auf unserem Weg ans Ziel an.“
FC St. Pauli II – Hannover 96 II (Sa., 14 Uhr)
Beide Teams kassierten am vergangenen Spieltag überraschende Niederlagen. Der Gastgeber musste sich Weiche Flensburg mit 1:2 geschlagen geben, und Hannover verlor gar auf eigenem Platz mit 0:1 gegen den BSV Rehden. Von entscheidender Bedeutung waren diese Pleiten indes nicht. Die Hamburger kletterten zuletzt auf den siebten Rang, entledigten sich also aller Abstiegssorgen. Dagegen galt der Vierte aus Hannover II lange als Konkurrent des Kieler Spitzenreiters, hatte in den vergangenen Monaten aber ohnehin deutlich an Boden verloren.
VfL Wolfsburg – Victoria Hamburg (Sa., 14 Uhr)
Die Niedersachsen besiegten am Dienstag die Reserve von Werder Bremen (Tore: Ferhat Yazgan, Andac Güleryüz), zeigten sich also gut erholt von der 0:1-Niederlage beim HSV II am vergangenen Wochenende. Sie treffen nun aber auch auf einen Gegner, der vor zwei Wochen zwar mit 1:3 bei St. Pauli II verlor, zuvor allerdings einige Lebenszeichen gesendet hatte. Die Victoria aus Hamburg hat sich noch längst nicht aufgegeben – so viel steht fest.
Goslarer SC – Hamburger SV II (So., 14 Uhr)
Ein paar Unentschieden in den letzten Wochen konnten nicht verhindern, dass der GSC durchgereicht wurde. Die 1:5-Niederlage gegen Havelse (Tore: Eilers - Saliou Sané (2), Maurice Maletzki, Torben Deppe, Marc Vucinovic) war schließlich auch das achte sieglose Spiel in diesem Jahr. Als Tabellendreizehnter liegt der Gastgeber nun nur noch vier Punkte vor einem Abstiegsplatz. Der Hamburger SV II ging den umgekehrten Weg und fand wieder Anschluss – bis auf drei Zähler ist der Gast nun wieder dran an einem Nichtabstiegsplatz. Zuletzt siegte der HSV II mit 1:0 gegen den VfL Wolfsburg II.
VfB Oldenburg – BV Cloppenburg (So., 15 Uhr)
Dem Gast gelang zuletzt ein überraschender 2:1-Erfolg bei Werder II, während der VfB mit 0:1 in Neumünster unterlag. Die fünf Zähler, die Oldenburg (28) und Cloppenburg (33) derzeit trennen, markieren gleichzeitig den Unterschied zwischen gesichertem Mittelfeld und Abstiegsgefahr. Beiden Teams ist angesichts der vergangenen Wochen allerdings klar: Es kann sehr schnell gehen, und dann verändert sich die Perspektive erneut. Insofern könnte das Derby durchaus einen vorentscheidenden Charakter erhalten.
SV Wilhelmshaven – VfR Neumünster (So., 15 Uhr)
Die 0:2-Niederlage des SVW in Havelse konnte nicht überraschen, die 1:3-Heimniederlage des VfR gegen Meppen am Mittwoch (Tore: Kevin Schulz - Andreas Gerdes-Wurpts (2), Timo Scherping) dagegen schon. Schließlich war Neumünster zuvor in sieben Spielen auf eigenem Platz ohne Niederlage geblieben. Nun will der VfR (33) in Wilhelmshaven punkten, um nicht doch noch in Abstiegsgefahr zu kommen. Dorthin ist der Gastgeber (26) nach einem Punkt aus den vergangenen fünf Partien längst geraten. Der SV Wilhelmshaven ist 15. und nur noch zwei Punkte von der gefährdeten Zone entfernt.
BSV Schwarz-Weiß Rehden – TSV Havelse (So., 15 Uhr)
Beim 3:5 im wertungslosen Spiel gegen den VfB Lübeck kassierte Rehden am Mittwoch eine Niederlage. Zuvor war der Tabellenzehnte (31) allerdings zu einem 1:0-Erfolg bei Hannover 96 II gekommen. Doch ob der Formanstieg gegen Havelse reicht? Der Tabellenzweite ist wieder dran an Holstein Kiel und wird sich in Rehden sicher von seiner besten Seite zeigen.
SV Meppen – Werder Bremen II (So., 17 Uhr)
Der 3:1-Erfolg in Neumünster verhalf dem SV Meppen (31) zum Sprung auf Platz elf. Der Abstiegssorgen entledigt haben sich die Emsländer damit nicht. Aber es geht etwas entspannter zu. Davon kann bei den Bremern eigentlich keine Rede sein. Nach dem 0:2 in Wolfsburg am Mittwoch steht lediglich ein Sieg aus den vergangenen neun Partien in der Bilanz der Grün-Weißen. Das entspricht nicht den Ansprüchen der Bundesligareserve. Der fünfte Tabellenplatz – er schien vor Wochen bereits sicher – ist wieder in Gefahr geraten.
(Text: Stefan Freye (sfy))