Es geht weiter Schlag auf Schlag in der Regionalliga Nord. Nach insgesamt sechs Nachholspielen in dieser Woche steht nun der 33. Spieltag auf dem Programm. In einem Spiel ohne Wertung tritt der im Insolvenzverfahren befindliche VfB Lübeck zudem bei Hannover 96 II an (Sa., 14 Uhr).
FC Oberneuland – SV Meppen (Fr., 19 Uhr)
Dem Sieger dieses Duells winkt Entspannung, denn er macht einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Derzeit werden die beiden Mannschaften (14. und 13. der Tabelle) nur durch einen Punkt getrennt. „Die Tabelle ist durch einige Nachholpartien immer noch verzerrt und es ist noch vieles möglich. Der Sieger dieser Partie wird mit dem Abstiegskampf aber wohl nichts mehr zu tun haben“, sagt Heiko Flottmann. Der SVM-Trainer geht mit viel Respekt an die Aufgabe in Bremen: „Oberneuland ist individuell gut besetzt und deutlich stärker als in der Hinrunde.“ Serhan Zengin, Mittelfeldregisseur des FCO, sieht es offenbar ähnlich: „Wenn wir konzentriert antreten, gewinnen wir gegen Meppen.“
Hamburger SV II – Holstein Kiel (Sa., 14 Uhr)
Ob sich der Gast vor dem Spiel bei den Hamburgern bedankt? Dem HSV haben es die Kieler zu verdanken, dass sie nun wieder in einer komfortablen Situation sind. Schließlich besiegte der Gastgeber am Donnerstag deren Verfolger TSV Havelse überraschend mit 2:1 (Tore: George Kelbel, Fabian Graudenz - Deniz Tayar). Die Störche haben nun wieder drei Punkte Vorsprung vor dem TSV und zusätzlich noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Aber leicht wird die Aufgabe beim HSV II natürlich nicht. Das Team von Rodolfo Cardoso gewann zuletzt vier Spiele in Folge.
BV Cloppenburg – SV Wilhelmshaven (Sa., 14 Uhr)
Der Druck liegt beim Gast: Nach fünf Niederlagen in Folge, zuletzt 0:1 in Goslar (Tor: Garrit Golombek), fiel der SVW auf einen Abstiegsplatz zurück. Der BVC gewann dagegen fünf Mal in Serie und muss sich als Tabellensechster nicht mehr mit Abstiegssorgen herumplagen. Gegen Victoria Hamburg gelang am Donnerstag ein 3:1-Erfolg (Tore: Gerrit Thomes, Tim Wernke, Kristian Westerveld - Jakob Sachs).
ETSV Weiche Flensburg – VfL Wolfsburg II (Sa., 15 Uhr)
Der ETSV trennte sich beim 1:1 in Bremen (Tore: Tim Wulff – Max Wegner) bereits zum siebten Mal in den letzten zehn Partien mit einem Unentschieden. In diesem Zeitraum verlor der Tabellensiebte allerdings auch nur eine Partie. Sein Gegner glaubt trotz des dritten Tabellenplatzes nicht mehr an eine theoretische Meisterchance: „Wir wollen die verbleibenden drei Saisonbegegnungen erfolgreich über die Bühne bringen, die Spieler sollen sich für die nächste Spielzeit empfehlen“, sagt VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner. Am Donnerstag gelangte seine Mannschaft zu einem 2:0-Erfolg über den BSV Rehden (Tore: Nico Granatwoski, Danko Boskovic).
SC Victoria Hamburg – Goslarer SC (So., 14 Uhr)
Dem Gast gelang unter der Woche mit dem 1:0 gegen den SV Wilhelmshaven ein Befreiungsschlag. Der Heimerfolg war nämlich nicht nur der erste Sieg des Jahres, sondern zugleich die erste Partie ohne Gegentreffer seit dem vergangenen November. Die Victoria verlor am Donnerstag dagegen beim BV Cloppenburg mit 1:3. Sie wartet nun seit zwei Pflichtspielen auf einen Sieg und droht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu verlieren.
TSV Havelse – FC St. Pauli II (So., 14 Uhr)
Die 1:2-Niederlage gegen den HSV II war ein Rückschlag, von dem sich der TSV schnell erholen möchte. Nur mit einem Sieg gegen die Hamburger wird sich Havalse nämlich die Chancen auf die Meisterschaft erhalten. Der Gast verlor zuletzt überraschend mit 2:3 gegen den VfB Oldenburg (Tore: Erdogan Pini, Lasse Schlüter - Kai Pröger, Thorsten Tönnies, Paul van Humbeeck). Sein Trainer Jörn Großkopf ist unzufrieden: „Ich will von meinen Spielern das St. Pauli-Gen sehen. Das bedeutet für mich, niemals aufzustecken und immer vollen Einsatz zu zeigen. Wenn sie das nicht kapieren, wird es noch einmal eng im Abstiegskampf.“ Seine Mannschaft hatte sich dank diverser Erfolge ins Mittelfeld der Liga abgesetzt, kassierte gegen den VfB aber die dritte Niederlage in Folge.
VfB Oldenburg – Werder Bremen II (So., 15 Uhr)
Der Gastgeber beendete beim 3:2 gegen St. Pauli eine Serie von sechs sieglosen Spielen. Nun treffen gleich mehrere Oldenburger auf ihren Ex-Verein. Neben Trainer Alexander Nouri trugen auch Daniel Halke, Sebastian Ferrulli und Thorsten Tönnies einst das Werder-Trikot. Die Bremer wollen sich für den durchwachsenen Auftritt beim 1:1 gegen Weiche Flensburg rehabilitieren. An eine mangelnde Einstellung glaubt ihr Trainer Thomas Wolter allerdings nicht: „Obwohl es für uns nicht mehr um viel geht, hat die Mannschaft mit Sicherheit kein Motivationsproblem.“
VfR Neumünster – BSV Rehden (So., 15 Uhr)
Der BSV steht vor dem zweiten von gleich vier Auswärtspartien in Folge. Erst am letzten Spieltag (25. Mai gegen den BV Cloppenburg) treten die Rehdener noch einmal vor eigenem Publikum an. Sie zählen spätestens nach dem 0:2 in Wolfsburg wieder zu den gefährdeten Teams. Der VfR sollte sich als Achter dagegen raushalten können aus der Abstiegsfrage. Ein Heimerfolg gegen den BSV würde den Klassenerhalt perfekt machen.
(Text: Stefan Freye (sfy))