Wer gewinnt das Nachwuchsduell auf St. Pauli, wie schlägt sich Oldenburg mit neuem Trainer beim Spitzenreiter und bricht ausgerechnet Wilhelmshaven die Wolfsburger Serie? Nur drei von vielen spannenden Fragen, die in den beiden kommenden Tagen beantwortet werden.
FC St. Pauli II – Werder Bremen II (Di., 18.30 Uhr)
In einer Nachholpartie des 22. Spieltags gastiert Werders Reserve in der alten Heimat von Werder-Trainer Thomas Wolter, einem gebürtigen Hamburger. „Mit der Leistung beim 1:1 in Kiel war ich trotz des Punktgewinns nicht ganz zufrieden. Das war nicht das Werder Bremen, das wir kennen“, sagt der Fußballlehrer vor dem Duell mit dem wiedererstarkten Tabellensiebten. Das Werder Bremen, das allen bekannt ist, hatte es im Hinspiel gegeben. Damals gewannen die Grün-Weißen mit 6:0.
VfR Neumünster – ETSV Weiche Flensburg (Di., 18.30 Uhr)
Mit einem Heimsieg im Derby könnte Neumünster mit Flensburg nach Punkten gleichziehen. Allerdings ist die Mannschaft von ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit nach dem 3:2 beim BSV Schwarz-Weiß Rehden in der Fremde bereits seit zehn Begegnungen ungeschlagen. Das Hinspiel hatte der VfR durch ein Eigentor von Yannik Jakubowski mit 0:1 verloren.
BSV Schwarz-Weiß Rehden – SV Meppen (Di., 19 Uhr)
Beide Mannschaften rangieren mit jeweils 27 Zählern nur knapp vor der Abstiegszone und haben nun die Möglichkeit, sich etwas abzusetzen. Derzeit warten die Gastgeber aus Rehden allerdings seit drei Runden auf einen Punktgewinn. Ihr Trainer Predrag Uzelac muss gegen Meppen neben dem verletzten Florian Stütz auch auf Francis Banecki verzichten. Der ehemalige Profi des SV Werder Bremen, der in der Saison 2010/2011 selbst für Meppen am Ball war und dann nach Rehden wechselte, muss eine Gelbsperre absitzen.
SV Wilhelmshaven – VfL Wolfsburg II (Mi., 18.15 Uhr)
Der Gast ist als einzige Mannschaft in der Regionalliga Nord noch ohne Niederlage in diesem Jahr. Er gewann aus den bisherigen sieben Restrundenpartien 17 von 21 möglichen Punkten und geht auch in diese Nachholpartie vom 22. Spieltag als Favorit. Zumal der SV Wilhelmshaven nur einen Zähler aus den vergangenen drei Partien holte.
TSV Havelse – FC Oberneuland (Mi., 18.30 Uhr)
Der Tabellenzweite ist auf eigenem Platz eine Macht und arbeitete sich auch durch sieben Heimsiege in Folge bis auf sechs Punkte an den Spitzenreiter Holstein Kiel heran. Beim FCO ist man nach der klaren 1:4-Niederlage beim VfL Wolfsburg II auf Wiedergutmachung aus. Schließlich hatten die Bremer zuvor 13 Punkte aus fünf Spielen gewonnen. Sie rangieren derzeit auf Rang fünf der Rückrundentabelle.
Holstein Kiel - VfB Oldenburg (Mi., 19 Uhr)
Beim 0:1 im Hinspiel kassierte der Spitzenreiter aus Kiel die erste von bislang drei Saisonniederlagen. Nun kommt der Gast mit einer runderneuerten Führungsmannschaft. Für die Gäste aus Oldenburg ist es nämlich die erste Partie nach der sofortigen Trennung von Trainer Andreas Boll und Sportchef Frank Neubarth. Der bisherige Co-Trainer Alexander Nouri (33) soll die Niedersachsen jetzt vorm Abstieg bewahren und auch in der nächsten Saison betreuen. „Wir sind davon überzeugt, mit Alexander Nouri einen Trainer gefunden zu haben, der kurzfristig in der Lage ist, die Mannschaft zum Klassenverbleib zu führen und der die Zukunft des VfB Oldenburg erfolgreich gestalten kann“, erklärt VfB-Präsident Stefan Könner. Der neue Chefcoach reist am Mittwoch in die eigene Vergangenheit. Zwischen 2008 und 2010 war der A-Lizenz-Inhaber Nouri für Holstein Kiel angetreten.
Victoria Hamburg – Hannover 96 II (Mi., 19.30 Uhr)
Hamburger Heimstärke: Vor eigenem Publikum konnte die Mannschaft von Trainer Lutz Göttling vier der vergangenen sechs Partien gewinnen. Zuletzt ging das Derby gegen den FC St. Pauli II allerdings mit 1:3 verloren. Die Formkurve der Hannoveraner zeigt nach einer Schwächephase zu Restrundenbeginn wieder nach oben. In Hamburg könnten die Niedersachsen ihren dritten dreifachen Punktgewinn hintereinander einfahren.
(Text: Stefan Freye (sfy))